Öffentliche Bauten

Erweiterung denkmalgeschütztes
Gebäude

Das denkmalgeschützten Fachwerkgebäude stammt aus dem späteren 18.Jahrhundert.
 Der direkt anschließende Neubau wurde Anfang der 1980ziger Jahre errichtet. 
Dieser Anbau weist vielfältige Probleme auf:
 
- zahlreiche unterschiedliche Höhendifferenzen des Erdgeschossniveaus
- zahlreiche Gebäudeeingänge
- niedrige Raumhöhen im Erdgeschoss
- Kältebrücken durch Sichtbetonteile, Laubengänge etc.

Deshalb wird ein Abriss dieses Gebäudes vorgeschlagen, um an dieser Stelle einen zeitgemäßen Neubau zu errichten, mit folgenden Gestaltungs- und Entwurfskriterien:

Der Neubau wird mit einer verglasten „Fuge“ vom Altbaugebäude abgerückt. 
„Alt“ und „Neu“ wird somit bewußt getrennt.
In dieser „Glasfuge“ befindet sich die Erschließung (Treppe und Aufzug) für die einzelnen Geschosse.

Der Eingang ins Erdgeschoss erfolgt zentral gegenüber den Kornhausscheunen, dieses Geschoss wird als zusammenhängende Gewerbefläche ausgebildet, ohne Höhenversätze.

Mittels einer Rolltreppe wird das 1. Obergeschoss mit dem Erdgeschoss verbunden, in dem darüberliegenden Geschoss befinden sich Wohnungen.
Der Baukörper wird plastisch gefaltet. Dies erzeugt beim Entlanglaufen des Gebäudes ein lebhaftes und interessantes Formenspiel.

Die großzügigen Eckverglasungen des 1.Obergeschosses (45° über Eck gestellt) betonen die städtebaulich markanten Ecksituationen des Gebäudes und werden als Schaufensterflächen großzügig in Szene gesetzt.
Der Baukörper wird mit einer Satteldachabfolge ausgeführt, dieser wirkt somit kleinteilig und fügt sich somit städtebaulich und maßstäblich gut in den historischen Kontext ein.